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Firmenhistoriker

»Meine Herren, wir hätten nicht so zuversichtlich unseren Weg einge- schlagen und festgehalten, wenn wir nicht der Überzeugung gewesen wären, dass ein Mann da ist, der imstande ist, die Probleme, um die es sich hier handelt, wissenschaftlich und zugleich in Fühlung mit den Industrien zu bearbeiten. Eigene Kenntnis und zahlreiche Empfeh- lungen haben uns deutlich gemacht, dass in Herrn Prof. Dr. Eitel ein solcher Mann vorhanden und uns begegnet ist. Verhandlungen mit ihm haben uns sichergestellt, dass er mit uns mitwirken will. Nun haben wir es immer so gemacht: Institute haben wir geschaffen, wenn der Mann da war. Wenn ich mich paradox ausdrücken soll, so kann ich sagen: Jedes Institut ist um den Mann herum gebaut worden. Denn man mag ja noch so schöne Pläne machen, was hilft das alles, wenn nicht die richtige Persönlichkeit da ist?«27 10 Adolf von Harnack – Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft von 1911 bis 1930. Unter Harnack wurde eine persön- lichkeitszentrierte Forschungsorganisation entwickelt, die später nach ihrem Schöpfer »Harnack-Prinzip« genannt wurde: Seiner Meinung nach sollten die Institute von star- ken Persönlichkeiten geleitet und geprägt werden, die die »Kunst feiner und mitfüh- lender Menschenbehandlung« besitzen. © bpk 10 20


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