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Die ganze Familie half mit: Jedes Messing- röhrchen musste von Hand zugeschnitten und einzeln verlötet werden. Bildstrecke v. l.: Thomas und Christine Feierabend Anfang 1970, Inge Feierabend 1985. Fahrzeug zu restaurieren, dass man den Feierabends äußerst Grand Prix Bugattis und BMW 328 machen dürfen. Daraus ent- großzügig entgegenkam: Neben Werksführungen und opulenten wickelte sich eine langjährige Freundschaft über das Autothema Mahlzeiten erhielten sie die Möglichkeit, die Ersatzteile für ihren hinaus mit der Familie Feierabend. Balilla zunächst kostenlos mitzunehmen und zu einem späteren Zeitpunkt zu bezahlen. Eines Tages trat ein Kunde mit einem sehr speziellen Wunsch an Helmut Feierabend heran. Der Besitzer eines Bugatti-Oldtimers Sein Erstlingswerk konnte Helmut Feierabend bereits Anfang wollte, dass er ihm den kompletten Kühler für dieses Fahrzeug 1960 im Rahmen einer Oldtimer-Veranstaltung einem staunenden nachbaute. Publikum präsentieren – wenngleich die Restaurierungsarbeiten bis zur Vollendung noch einige Jahre in Anspruch nahmen. Und was tat Helmut Feierabend? Er lehnte den Auftrag ab! Er war Kunstschmied und nicht KFZ-Mechaniker. Doch jetzt Noch war Helmut Feierabend von Beruf Kunstschmied, fertigte unter war es der Bugatti-Besitzer, der drängte und drängelte, anderem Tabernakel für die Kirche und Barockgitter für die Würzbur- bis Helmut Feierabend schließlich einwilligte. Später ger Residenz, Oldtimer waren eine eher private Leidenschaft. Gleich- erinnerte er sich an seinen Mei- wohl hatte er sich bei den lokalen Motorsportklubs bereits einen guten nungswandel so: „Ob Du Namen gemacht. So kam auch der Kontakt mit dem Amerikaner nun ein Tabernakel Ray von Giesen zustande. Von Giesen war einer der ersten Liebhaber machst oder einen und Sammler, der den besonderen „Wert“ dieser außergewöhnlichen Bugatti-Kühler, Vorkriegsrennwagen vor allen anderen erkannt hatte. An seinen ist eigentlich Fahrzeugen hatte Helmut Feierabend die ersten Erfahrungen an egal.“1 1 BMW Magazin 2/1992, S. 73 – 8 –


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