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Eichstätt gewählt und im April 1613 vom Augsburger Bischof zum Bischof geweiht. Von nun an residierte er in Eichstätt, wo er bald schon eine rege Bautätigkeit initiierte. Wie einige Jahre zuvor in Ellwangen führte er auch das Hochstift Eichstätt 1617 der Katholischen Liga zu. Es gelang ihm außerdem, etwa die Hälfte der an den Protestantismus verlorenen Gebiete seines Bistums zu rekatholisieren. Die Zerstörung Eichstätts durch die Schweden im Dreißigjährigen Krieg konnte er allerdings nicht verhindern. Nach seinem Tod 1637 wurde Johann Christoph I. von Westerstetten im Dom von Eichstätt beigesetzt. Der Stadt Ellwangen hinter ließ der ebenso umtriebige wie in Glaubensfragen rigorose Fürstpropst neben dem Ellwanger Schloss und dem monumentalen Heilig-Kreuz- Altar in der Basilika St. Vitus eine kleine Papiermühle, die in dem Örtchen Unterkochen ihren Betrieb aufnahm. The Prince-Provost of Ellwangen – a Catholic hardliner and forwardthinking business pioneer Prince-Provost Johann Christoph I von Westerstetten was not only known for the extensive renovations at Ellwangen Castle. He also gained infamy in one of the darkest chapters of the Catholic Church. During his tenure, the witch hunts took on an unprecedented degree of cruelty. Around 450 people were accused of witchcraft or sorcery and burned at the stake. Westerstetten’s merits as a business pioneer are overshadowed by these events. Johann Christoph I gave rise to a thriving iron and steel industry in nearby Abtsgmünd. In addition, he built a paper mill to meet the growing demand for paper in his own prince-provostry. Johann Christoph I was not able to attend its completion in 1613 in person as he was already resident in Eichstätt as a bishop. Auf der von Matthäus Seutter gestochenen Karte der Fürstpropstei Ellwangen ist die Papiermühle in Unterkochen deutlich zu erkennen.


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